Dysgrammatismus

Dysgrammatismus bezeichnet eine Sprachentwicklungsstörung, bei der Kinder nicht in der Lage sind, syntaktisch und morphologische korrekte Sätze zu sprechen.

Die Bandbreite dieses Störungsbildes reicht vom Telegrammstil mit Ein-Wort-Sätzen bis zu leichten grammatischen Fehlern vorwiegend bei erweiterten Sätzen. Häufig sind aktiver und passiver Wortschatz eingeschränkt, die Hör-Merk-Spanne vermindert und die Motorik auffällig.

Die auditive Wahrnehmung und Merkfähigkeit muss gut entwickelt sein, sonst „verfallen“ sprachliche Informationen nach ihrer Analyse, bevor sie ins Langzeitgedächtnis übernommen werden können.

Rhythmus und das Erkennen zeitlicher Abfolgen spielen beim Grammatikerwerb ebenfalls eine wesentliche Rolle. Bei dysgrammatischen Kindern ist diese Wahrnehmung oft gestört, so dass sie Schwierigkeiten haben, Satzteile zu identifizieren und ihre Position zu bestimmen.

Die Therapie geht nicht von der Fehlerbeschreibung aus, sondern von den vorhandenen sprachlichen Fähigkeiten, die ausgebaut werden müssen.

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